Vollnkirchen hat es erneut geschafft und gezaubert!

Am vergangenen Samstag, den 12.09.2026, auf den Tag genau 750 Jahre nach der urkundlichen Erst-Erwähnung fand der Tag der Offenen Höfe statt, der den Höhepunkt des Jubiläumsjahres bildete.

Bereits im Sommer 2025 zeigten die Vollkirchner, was in ihnen steckt. Die Laienspielgruppe „Hecketheater“ führte „Die Hexe vom grauen Stein“ vor insgesamt 1200 Zuschauern auf. Dieses Event stellte den Auftakt in das Festjahr dar und brachte die Dorfgemeinschaft in einer Art und Weise zusammen, die am ehesten mit dem Spruch „Wenn wo alles möglich ist, dann in Vollnkirchen“ zu beschreiben ist.

Ein Jahr später nun war Vollnkirchen erneut gefordert. Und wieder waren fast alle 450 Bewohner beteiligt, um ein Fest auf die Beine zu stellen, das Seinesgleichen sucht. Auch der Wettergott konnte sich auch noch sehr gut an Vollnkirchen erinnern. Bei Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen öffneten 29 Höfe ihre Tore und offenbarten die bisweilen versteckten Juwelen. Anwohner und zahlreicher Aussteller füllten die Höfe mit Leben.

Das Hauptaugenmerk lag bei der Darstellung von (altem) Handwerk und Landwirtschaft innerhalb der letzten 750 Jahre im Kontext mit der Ortsgeschichte. Abgerundet wurde das Angebot durch Kunsthandwerk und Selbstgemachtes. Zahlreiche Darsteller in Kostümen aus vergangenen Jahrhunderten ließen die alte Zeit lebendig werden. Und auch Erinnerungen an die Aufführung des Hecketheaters im letzten Jahr flackerten wieder auf.

Eine eigens für das Jubiläum erstellte Dorfchronik fasst die Geschichte von Vollnkirchen zusammen und diente als Vorlage für die vielen aufgestellten Tafeln, die über der Häuser und ihrer Bewohner informierten.

Weitere Highlights waren neben den alten Traktoren, über 40 an der Zahl, der Betrieb einer alten Dreschmaschine. Das Korn dafür haben Vollnkirchener selbst dafür angebaut und vor Wochen stilecht mit einem Mähbinder geerntet. Auch für die Kleinsten gab es zahlreiche Mitmachangebote. Von Wolle Filzen, Naturrätsel lösen bis zu Schlüsselanhänger schmieden. Wer davon noch nicht genug hatte, konnte sich auf einer Riesenstrohburg Austoben. Ganz im Zeichen der Natur wurde alles Rund um die lokale Flora und Fauna gezeigt.

Das leibliche Wohl kam natürlich auch nicht zu kurz, In vielen Höfen wurden kulinarische Spezialitäten angeboten. Bratwurst und Gulasch vom Wild sowie Tafelspitz fanden reißenden Absatz und das Dorfcafé beeindruckte mit einem 10 Meter langen Kuchen- und Tortenbuffet. Im Angebot durfte auch das von Mitgliedern der Vereinsgemeinschaft gebraute Festbier nicht fehlen.

An diesem Tag fühlte man wieder einmal diesen ganz besonderen Zusammenhalt im Kleinesten der 6 Hüttenberger Ortsteile. Die Bewohner öffneten hierbei nicht nur ihre Höfe sondern auch ihre Herzen für mehrere Tausend Besucher aus nah und fern, die mit ihnen einen wundervollen Tag verbringen durften. Der gemeinsame Abschluss des 750 Jubiläums fand schließlich in Form eines fröhlichen Dorffests mit Livemusik auf dem Dorfplatz statt.

Viel gelobt wurden neben der Organisation des Events vorallendingen die liebevolle Gestaltung der Höfe, das vielfältige Angebot und die unglaubliche Gastfreundschaft, mit der jeder herzlichst empfangen wurde. Es lag eine magische Atmosphäre in der Luft, die alle Mühen und Anstrengungen in der Vorbereitungszeit vergessen ließ. Auch die Vollnkirchener fanden in neuen Konstellationen bei Diensten und Arbeitseinsätzen zueinander und unterstrichen einmal mehr, dass hier in Vollnkirchen nichts unmöglich erscheint.

Doch eine entscheidende Frage blieb noch unbeantwortet am vergangenen Wochenende: Was macht dieses geilste der Hüttenberger Dörfer als nächstes, um uns alle wieder zu überraschen? In bester Stimmung wurden schon viele gute Ideen gesammelt, die aber vorerst unter Verschluss bleiben. Aber eines ist sicher: In Vollnkirchen und bei seinen Bewohnern muss man mit allem rechnen.

Die Verantwortlichen der „Vereinsgemeinschaft 750 Jahre Vollnkirchen“ als Zusammenschluss aller Vollnkirchener Ortsvereine betonen nochmals die wichtige Rolle eines jeden Einzelnen, der Gemeinde, der Förderer und Sponsoren sowie der Familien und Freunde: Ein herzliches Dankeschön an alle sichtbaren helfenden Hände und auch an die Unterstützer im Hintergrund! Ohne Euch wäre das alles nicht möglich gewesen.

Dass kleine Dörfer Großes leisten können, hat an diesem Wochenende auch die Nachbargemeinde Ebersgöns bewiesen. Es ist das dollste Dorf Hessens 2026 und wir gratulieren an dieser Stelle recht herzlich. Bei allem Respekt, aber der Titel des geilsten Dorfes in diesem Jahr geht aber an uns, Vollnkirchen!